Das Lied der Krähen

Fantasyroman von Leigh Bardugo – Teil 1 der Dilogie


Eine meisterhafte Darbietung, wie man starke Figuren entwickelt; das ist es, was Leigh Bardugo hier abgeliefert hat.


Angesichts dessen war der Auftrag - die unmögliche Mission -, den die sechs Krähen gefasst hatten, eher nebensächlich. Nicht, dass ihr mich jetzt falsch versteht, der Plot war solide ausgearbeitet und geizte auch nicht mit Überraschungen. Aber der Auftrag, den die Diebe gefasst hatten, stand meines Erachtens nicht ganz im Verhältnis von Nutzen und Ertrag, was die Geschichte leider ein bisschen vorausschaubar gemacht hat.


Nichtsdestotrotz war dies für mich so ziemlich die einzige kleine Schwachstelle des Romans. Denn es waren die Figuren selbst - die sechs unberechenbaren Aussenseiter -, die die Geschichte zu einem Pageturner gemacht haben - allen voran Dirtyhands Kaz Brekker. Aber jeder einzelne von ihnen wächst einem im Laufe der Geschichte ans Herz. Man erfährt über deren Vergangenheit und lernt dadurch deren Motive besser kennen und verstehen, weshalb sie sich überhaupt auf diese unmögliche Mission einlassen.


Wer eine rasante Gaunergeschichte in einem verruchten Milieu lesen will, wo Banden die Strassen beherrschen, wo mit Tricks den Leuten das Geld aus den Taschen gezogen wird und das harte Leben jedem einzelnen mehr zusetzte, als er zugeben würde, der ist mit Bardugo's Lied der Krähen bestens bedient.


Diese Geschichte spielt nach der Grisha Reihe. Es handelt sich hier um eine eigenständige Story. Vorwissen ist also keins nötig.


Das Buch gibts hier:


Auf zu Teil 2! 😄