Sturm über roten Wassern

Fantasyroman von Scott Lynch - zweiter Teil der Locke Lamora Saga.


Piraten, Intrigen, Erpressung, ein Spielkassino und mittendrin die cleveren Gentleman Ganoven, eingespannt im Netz ihrer eigenen Lügen und eines riesigen Coups, dessen Vorbereitung 2 Jahre gedauert hat.


Keine Angst, die Rezi ist absolut spoilerfrei.


Bevor die Landlubber in See stechen, werden sie von einem Skipper ausgebildet. Für jemanden, der nicht segelt, öffnet sich hier ein riesiges Vokabular, das ganz schön irritiert. Doch gerade weil die Ganoven selbst keine Ahnung vom Segeln haben, fühlt sich der Leser mit eingespannt und ist voller Mitgefühl für die Meisterdiebe.

Es schadet jedoch nicht, den einen oder anderen Begriff nachzuschlagen, was bei einem Reader ja sehr praktisch ist. Denn so viel neues Vokabular – und selbst das wird im Buch thematisiert –, kann ganz schön erschöpfend sein.


Indem Scott Lynche seine Figuren auf hoher See und den Elementen aussetzt, hat er die Möglichkeit, ganz neue Facetten der Protagonisten zu zeigen. Die Geschichte ist voller unvorhersehbaren Wendungen. Und während sich die Ereignisse überschlagen, kommen auch die Themen Freundschaft und Liebe nicht zu kurz.


Allerdings gab es Szenen, bei denen ich mir ein Spürchen mehr Einsicht in die Emotionen der Charaktere gewünscht hätte. Aber das ist klagen auf hohem Niveau. Mit dem zweiten Teil der Lamora Reihe hat Lynche lediglich sein Können untermauert.


Ich leg jetzt mal eine Lamora-Pause ein, lese ein zwei andere Bücher und mach mich dann an den 3. Teil.


Hier gibts das Buch als eBook.